Grundlagen der metallorganischen Komplexkatalyse by Dirk Steinborn

By Dirk Steinborn

Die Katalyse ist als grundlegendes Prinzip zur Überwindung der kinetischen Hemmung chemischer Reaktionen von fundamentaler Bedeutung in der Chemie und die metallorganische Komplexkatalyse ist ein Eckpfeiler der modernen Chemie. Das trifft gleichermaßen für die Grundlagen- und angewandte Forschung wie für industrielle Anwendungen zu. Ausgehend von den Prinzipien der Katalyse und den katalytisch relevanten metallorganischen Elementarschritten werden wichtige metallkomplexkatalysierte Reaktionen behandelt, wobei das mechanistische Verständnis im Vordergrund steht. Besonderer Wert wird dabei auf aktuelle Entwicklungen gelegt. Asymmetrische Synthesen finden ausführlich Berücksichtigung und an ausgewählten Beispielen wird die katalytische Wirkung von Metalloenzymen aufgezeigt. Am Beispiel der Stickstofffixierung werden die drei großen Gebiete der Katalyse – die homogene, die heterogene und die enzymatische Katalyse – vergleichend betrachtet.
In der 2. Auflage ist ein neues Kapitel zur Stickstofffixierung hinzugekommen. In diesem werden vergleichend die heterogen katalysierte Reaktion, die enzymatisch katalysierte Reaktion (Nitrogenasen) sowie die homogen katalysierte Reaktion gegenübergestellt.

Show description

Read Online or Download Grundlagen der metallorganischen Komplexkatalyse PDF

Similar physics books

Granular Gases

"Granular Gases" are diluted many-particle structures within which the suggest loose course of the debris is way higher than the common particle dimension, and the place particle collisions happen dissipatively. The dissipation of kinetic strength may end up in results akin to the formation of clusters, anomalous diffusion and attribute surprise waves to call yet a couple of.

Cosmic Explosions in Three Dimensions: Asymmetries in Supernovae and Gamma-Ray Bursts (2004)(en)(3

Highlights regimen supernova polarimetry and new insights into middle cave in and thermonuclear explosions.

Molecular Magnets: Physics and Applications

This e-book offers an summary of the actual phenomena stumbled on in magnetic molecular fabrics over the past two decades. it truly is written through prime scientists having made crucial contributions to this energetic region of study. the most issues of this booklet are the rules of quantum tunneling and quantum coherence of single-molecule magnets (SMMs), phenomena which transcend the physics of person molecules, akin to the collective habit of arrays of SMMs, the physics of one-dimensional single–chain magnets and magnetism of SMMs grafted on substrates.

Additional resources for Grundlagen der metallorganischen Komplexkatalyse

Sample text

Im eigentlichen Additionsschritt b ändert sich Addition von Nucleophilen und heterolytische Fragmentierungen 39 weder die Anzahl der Valenzelektronen von M noch seine Koordinations- und Oxidationszahl. ), bildet sich ein kationisches Heteroatomzentrum aus, dass – sofern von NuH ausgegangen wird – leicht deprotoniert werden kann. Gelegentlich werden die besprochenen Reaktionen auch als ʌ–ı-Umlagerungen bezeichnet, weil der ʌ-gebundene Olefinligand in einen ı-gebundenen Alkylliganden übergeht. Diese Bezeichnung ist aber missverständlich, weil es sich bei diesen Reaktionen nicht um Isomerisierungen handelt.

Sie gibt in einer Verbindung A–B die Ladungen von A und B nach heterolytischer Bindungsspaltung an, wobei die bindenden Elektronen der elektronegativere Partner erhält. Das setzt Kenntnisse zur Elektronenverteilung voraus. Wenn die Elektronenstruktur von A–B durch drei mesomere Grenzformen 1a–1c zu beschreiben ist und für die Elektronegativität F(B) > F(A) gilt, dann ist die Zuordnung der Elektronen so vorzunehmen, wie durch die Kreisbögen angedeutet ist. Dann sind A und B unterschiedliche Oxidationszahlen (ON) zuzuordnen, je nachdem ob die Grenzformel 1a oder 1b/1c dominiert.

Durch geeignete strukturelle Variation kann die Aktivität des Wilkinson-Katalysators erhöht werden. So steigt die Aktivität mit den stärker basischen Phosphanen P(C6H4-p-X)3 (X = Me, OMe) als Coliganden auf über das Doppelte, während mit sehr stark basischen Alkylphosphanen die Hydrieraktivität ganz verloren geht. Offensichtlich erleichtert eine moderate Basi- 46 Hydrierungen von Olefinen zitätssteigerung (im Vergleich mit PPh3) die Insertionsreaktion, während zu stark basische Phosphanliganden nicht mehr hinreichend leicht abgespalten werden (vide infra).

Download PDF sample

Rated 4.62 of 5 – based on 35 votes