Philologie als Wissensmodell - La philologie comme modèle de by Denis Thouard

By Denis Thouard

Wahrend die Philosophie noch bis Newton die wissenschaftlichen Bemuhungen bezeichnet, wurde in der Fruhen Neuzeit die Philologie sehr unterschiedlich verstanden: als universelles Wissen von sprachlich Vermitteltem, aber auch als technische Behandlung der schriftlichen Urkunden oder als Ansammlung von Wissensbestanden in Gestalt einer Enzyklopadie. Es wird in diesem Band versucht, diese verschiedenen Aspekte naher zu beleuchten. Um die Tragweite der Philologisierung der kulturellen Vergangenheit zu verstehen, sollte guy sich zunachst fur den intellektuellen Gestus interessieren, von dem die Philologie zeugt, wie die Entstehung der 'kritischen Tatigkeit'.

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14 Doch schon die Wahl der Begriffe zeugt von großen Schwierigkeiten: denn das, was Poliziano selbst als encyclopedia bezeichnete, gleicht eher einem Wissenskatalog, und überhaupt sind wenige Begriffe so vage und unbestimmt wie der des Lebens. Der Rückgriff auf dieses Konzept ist Ausdruck des Unvermçgens, klare Definitionen zu geben, und er zeigt auch, dass es nicht einfach ist, den Organizismus des 19. Jahrhunderts hinter sich zu lassen. Doch das grçßte Unbehagen bereitet nach wie vor Lorenzo Valla.

Dahan, Gilbert (1999): L’ExØg›se chrØtienne de la Bible en Occident MØdiØval. Paris: Cerf. Daneloni, Alessandro (2001): Poliziano e il testo dell’Inst. Or. di Quintiliano. Messina: Ediz. dell’Univ. di Messina. Danneberg, Lutz (1994): „Probabilitas hermeneutica. Zu einem Aspekt der Interpretations-Methodologie in der ersten Hälfte des 18. “, in: Aufklärung 8/ 2, 27 – 84. Danneberg, Lutz (2001): „Logik und Hermeneutik im 17. ): Theorie der Interpretation vom Humanismus bis zur Romantik. Rechtswissenschaft, Philosophie, Theologie.

Oder anders ausgedrückt: Wie will man die Argumentation der anderen rekonstruieren, ausgehend von dem, was sie gesagt haben? Die philologische Methode hat also das Ziel, die Argumentation eines anderen zu rekonstruieren, bevor darüber in angemessener Weise geurteilt werden kann. Doch hier stçßt man auf eine erste Schwierigkeit: Auch wenn die Humanisten eine Form der Analogie voraussetzen müssen zwischen der Art und Weise, wie ich argumentiere und denke und wie ein anderer argumentiert und denkt, so heben sie doch hervor, dass man den Diskurs des Das Erbe der humanistischen Philologie 31 anderen nicht von sich selbst aus denken kann.

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